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Alternative Formen der Unternehmensfinanzierung im Überblick

© b2blog.de | veröffentlicht: Mittwoch, 6. März 2013


Neben vielen anderen Folgen hat die globale Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auch zu einer akuten Kreditklemme geführt. Betroffen sind hiervon vor allem Gründer und angehende Unternehmer, die zunehmend über Schwierigkeiten klagen, Finanzmittel zum Aufbau eigener Firmen von den Geschäftsbanken zu erhalten. Diese sind angesichts der Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit zunehmend vorsichtig geworden und um Risikobegrenzung bemüht. Da die Newcomer im Business noch keine konkreten Geschäftszahlen vorlegen können, sondern die Plausibilität ihrer Geschäftsmodelle stattdessen mit Prognosen und Businessplänen belegen, besteht für sie, ohne ausreichende Sicherheiten, fast keine Chance mehr, Kredite zu akzeptablen Konditionen von den namhaften Geschäftsbanken zu erhalten. Dieser Trend ist nicht nur für den einzelnen Gründer ärgerlich und unbefriedigend. Er dämpft gleichzeitig die gesamte wirtschaftliche Entwicklung, da es sich bei den Gründungsvorhaben von heute um die tragfähigen Unternehmen von morgen handelt. Beschränkt man deren Zugang zu den Märkten, dann entscheidet man sich gleichsam gegen Wachstum.

Wer in der heutigen Zeit dennoch erfolgreich gründen will, der muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um die Startfinanzierung für sein Unternehmen auf die Beine zu stellen. Hier gilt es, Alternativen zur klassischen Bankfinanzierung in Anspruch zu nehmen. Diese gibt es reichlich. Allerdings wird Gründern abverlangt, sich in Eigenregie über die Möglichkeiten und Modelle zu informieren, die Ihnen zur Verfügung stehen. Eine zentrale Institution, die über alternative Wege zur Startfinanzierung informiert und entsprechende Angebote vermittelt, gibt es derzeit nicht. Besonders interessant für Gründer, die Schwierigkeiten haben, einen regulären Bankkredit zu erhalten, sind die sogenannten Förderdarlehen. Hierbei handelt es sich um Kredite, die zwar über die eigene Hausbank beantragt und vergeben werden. Allerdings übernehmen hierbei der Bund oder die Länder mit ihren eigenen Organisationen umfangreiche Sicherheiten und reduzieren so aktiv das Risiko der Bank. Diese ist in der Folge deutlich schneller bereit, einem entsprechenden Antrag stattzugeben, wenngleich die Geldinstitute an den Förderdarlehen deutlich weniger verdienen, als an ihren eigenen Produkten.

Wer es dagegen völlig ablehnt, für die Gründung fremdes Geld in Anspruch zu nehmen, der sollte sich mit dem Bootstrapping Modell beschäftigen. Hierunter versteht man ein Prinzip, bei dem sämtliche Ausgaben und Investitionen eines jungen Unternehmens unmittelbar aus dem Cash-Flow bestritten werden. Die zentrale Zielsetzung besteht hierbei darin, so schnell wie möglich eigene Einnahmen zu erzielen. Die eingehenden Gewinne werden dann auf der Basis eines strengen Plans unmittelbar eingesetzt, um anstehende Ausgaben zu tätigen. Das Modell bedingt seitens des Gründers ein Höchstmaß an Sparsamkeit und Ausgabendisziplin. Im Gegenzug reduziert es vorhandene wirtschaftliche Risiken für den Unternehmer auf ein Minimum und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Unabhängigkeit aus.

Viele Gründer scheuen den Gang zu den Banken und den institutionellen Geldgebern und machen sich stattdessen lieber im eigenen sozialen Umfeld auf die Suche nach einem Investor. Dieses Modell wird „Friends & Family“ genannt und steht denjenigen Jungunternehmern offen, die eine vermögende Person im eigenen Familien- oder Freundeskreis haben. Allerdings sollte man bei der Unternehmensfinanzierung aus dem eigenen Umfeld behutsam vorgehen und darauf achten, dass die sozialen Kontakte durch das finanzielle Engagement nicht leiden. Verzögern sich vereinbarte Rückzahlungen oder geht mit dem gesamten Unternehmen etwas schief, dann können Streitigkeiten und unangenehme Auseinandersetzungen die Folge sein.

Die hier angerissenen Finanzierungsalternativen stellen nur einen Ausschnitt aus den Modellen dar, die am Markt verfügbar sind. Das Online-Magazin INTERNETHANDEL beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 113, März 2013) unter dem Titel „Die Kapitalspritze – 8 Strategien zur Finanzierung Ihres Unternehmens“ ausführlich mit Formen der Gründungsfinanzierung. Interessierte Leser lernen die innovativen Möglichkeiten, die sich alternativ zur Bankfinanzierung anbieten, nicht nur kennen, sondern erfahren auch vieles über die spezifischen Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle. Ausgesuchte Praxistipps und viele Kontaktadressen im Internet ergänzen den umfangreichen Beitrag und machen ihn zu einer wertvollen Unterstützung für junge Gründer auf der Suche nach Startkapital. Wer seine eigene Geschäftsidee umsetzen will und noch unschlüssig über deren Finanzierung ist, der findet in der aktuellen Ausgabe von INTERNETHANDEL viele Anregungen und Ideen, die ihn auf dem Weg in die Selbständigkeit begleiten und unterstützen können.
Gastartikel von Internethandel.de
Gastartikel Internethandel
Dieser Beitrag wurde freundlicherweise von
Internethandel.de zur Verfügung gestellt
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