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Clevere Gründer im E-Commerce setzen auf DropShipping als Handelsmodell

© b2blog.de | veröffentlicht: Donnerstag, 16. Juli 2015

Gründungen von Unternehmen im Bereich Online-Handel werden in Deutschland immer beliebter. Die Menschen schätzen hierbei insbesondere die niedrigen Einstiegsbarrieren. Der Handel per Internet bedingt keine bestimmte Ausbildung oder Qualifikation. Software für professionelle Online-Shops steht ebenso günstig zur Verfügung, wie der Zugang zu diversen Auktions- und Verkaufsplattformen, die von Anfang an unzählige Verbraucher auf die eigenen Angebote aufmerksam machen. Hinzu kommt, dass sich die Tätigkeit als Internet-Händler, vor allem in der Anfangszeit, ideal im Nebenberuf und von Haus oder Wohnung aus realisieren lässt. Einzige Schwierigkeit: Die Gründung eines Handelsunternehmens bedingt ein gewisses Startkapital und ist von Beginn an mit hohen monatlichen Kosten verbunden. Produkte müssen nämlich nicht nur im Vorfeld eingekauft sondern auch sachgerecht gelagert werden. Neben dem Kapitalbedarf für den Wareneinkauf sind also Lagerflächen erforderlich, die zudem auch noch bewirtschaftet werden müssen. Die Folge sind Mietkosten für geeignete Räumlichkeiten und Ausgaben für Personal und Verpackungsmaterial. Seit einiger Zeit ist in Fachpublikationen nun immer wieder die Rede vom Handelsmodell DropShipping. Dieses ermöglicht angeblich eine Unternehmensgründung mit deutlich reduziertem Kapital und sorgt darüber hinaus für niedrige Fixkosten. Was aber hat es mit DropShipping auf sich, welche Vorteile bietet dieses Modell für junge Gründer und welche Risiken gilt es in diesem Zusammenhang zu beachten? Im Folgenden stellen wir DropShipping umfassend vor, benennen die Vorzüge des Handelsmodells für Existenzgründer und sagen angehenden Unternehmern, auf was es zu achten gilt.


DropShipping, Streckengeschäft, Direkthandel: Viele Begriffe für ein interessantes Modell

Das Handelsmodell DropShipping wird auch als Streckengeschäft, Streckenhandel oder Direkthandel bezeichnet. Gemeint ist hiermit ein Konzept, bei dem der Online-Händler selber keinen physischen Kontakt zu den von ihm angebotenen Produkt hat. Was zunächst unlogisch klingt, erschließt sich schnell auf den zweiten Blick. Der DropShipping-Händler kauft seine Ware erst dann ein, wenn sich ein Endkunde in seinem Online-Shop für die Bestellung des jeweiligen Produktes entschieden hat. In diesem Moment informiert der Händler seinen Lieferanten über die eingegangene Bestellung und beauftragt ihn gleichzeitig damit, die Ware direkt an den Endkunden zu versenden. Das Produkt wird von ihm also weder vorfinanziert, noch gelagert oder versendet. Diesen gesamten Aufwand trägt beim Handel per DropShipping stattdessen der Lieferant.

DropShipping-Modelle sind immer dann möglich, wenn der Endkunde ein Produkt bestellt anstatt es direkt in einem stationären Laden mitzunehmen. Während eine solche Vorgehensweise in früheren Zeiten fast ausschließlich auf besonders große und sperrige Produkte zutraf - man denke hier an den Handel mit Möbeln, mit Fertiggaragen oder mit Whirlpools, um nur einige Beispiele zu nennen - ist die Distanzbestellung im modernen Online-Handel zur Normalität geworden. Erst damit ist die Voraussetzung für einen flächendeckenden Handel per DropShipping entstanden. Für den Verbraucher birgt das Modell keine Nachteile. In den meisten Fällen wird er nicht einmal bemerken, dass eine Bestellung nicht durch den jeweiligen Online-Händler sondern stattdessen durch seinen Lieferanten ausgeführt wurde. Für ihn bleibt sein Online-Händler zentraler Ansprechpartner in sämtlichen Belangen rund um seine Bestellung, ganz unabhängig davon, wer mit der Versendung seiner Ware beauftragt gewesen ist.
 

Geringer Kapitalbedarf und niedrige Fixkosten: Entspannt gründen und nachhaltig profitieren

Untersucht man Unternehmensgründungen im Bereich DropShipping mit denen von klassisch arbeitenden Online-Händlern, dann fallen unmittelbar einige überzeugende Vorteile auf. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist der stark reduzierte Kapitalbedarf in der Startphase. Während der klassische Händler finanzielle Mittel benötigt, um eine ausreichende Anzahl von Produkten einzukaufen, nutzt der DropShipping-Händler unverbindlich die Lieferprogramme seiner Lieferanten, um ein eigenes Sortiment aufzubauen und in seinem Online-Shop anzubieten. Sein einziger Aufwand in diesem Zusammenhang ist Auswahl marktgerechter Produkte mit hohen Verkaufschancen und die Einstellung dieser Artikel in seinen Shop. Dabei kann das Sortiment eine fast unbegrenzte Größe annehmen, während der klassische Händler in diesem Punkt durch das ihm zur Verfügung stehende Kapital beschränkt ist. Dieser hat zusätzlich den Nachteil zu tragen, dass er geeignete Lagerflächen benötigt, um die eingekauften Produkte sachgerecht aufbewahren zu können. Der DropShipping-Händler kann hier ebenso auf die Anmietung eines Lagers wie auf die Einstellung von Lagerpersonal verzichten. Auch in Sachen Versand verzeichnet der Handel per DropShipping deutliche Vorteile im Vergleich zum klassischen Handel. DropShipping-Händler lagern den Aufwand der Versendung komplett an den jeweiligen Lieferanten aus, während konventionelle Händler geeignete Räumlichkeiten, einen Vorrat an Verpackungsmaterial und entsprechendes Personal benötigen.

In der Summe hat der DropShipping-Händler so einerseits ein wesentlich geringeres Startkapital aufzubringen, während er andererseits in Bezug auf seine monatlichen Kosten ein deutliches Einsparungspotenzial vorweisen kann. Beide Aspekte begünstigen nachweislich die Überlebenschancen junger Unternehmen am Markt.
 

Partnerschaften erwünscht: DropShipping ist ein Kooperations-Business

Der Handel per DropShipping bedingt einen Pool an zuverlässigen und seriösen Lieferanten. Der DropShipping-Händler muss sich hier vor allem darauf verlassen können, dass seine Versandanweisungen unmittelbar und fehlerfrei befolgt werden. Obwohl die ordnungsgemäße Lieferung nicht in seiner eigenen Macht steht, fallen Reklamationen seiner Endkunden grundsätzlich auf den DropShipping-Händler zurück und schaden seiner eigenen Reputation. Vor der Aufnahme einer aktiven Geschäftsbeziehung sollte der Händler seine potenziellen Lieferanten also einer sorgfältigen Prüfung unterziehen. Als Grundlage hierfür empfiehlt sich das persönliche Gespräch mit den künftigen Partnern. Dieses sollte nach Möglichkeiten in den Geschäftsräumen der Lieferanten stattfinden, da der DropShipping-Händler vor Ort ein zutreffenderes Bild von der Leistungsfähigkeit der Unternehmen erhält als es bei einem Kontakt per Email oder Telefon der Fall wäre. Die Versandperformance und Zuverlässigkeit sollte in solchen Gesprächen ganz offen behandelt werden. Über den persönlichen Kontakt hinaus dienen Testbestellungen einer zutreffenden Einschätzung. Hierbei sollte der DropShipping-Händler Bestellungen unter verschiedenen Namen direkt bei dem Lieferanten tätigen. Hierfür können Mitarbeiter, Freunde und Bekannte um ihre Mithilfe gebeten werden. Es empfiehlt sich, hier genaue Aufzeichnungen zu den jeweiligen Lieferzeiten, zu dem Zustand der eintreffenden Sendungen und zu der Qualität der Waren zu machen.

Insbesondere müssen mit den potenziellen Lieferanten exakte Absprachen darüber getroffen werden, wie vorgegangen wird, wenn es einmal zu Störungen im Tagesgeschäft kommt. Hierbei sollte über Rücksendungen, Reklamationen und Garantiefälle gesprochen werden. Ist der Lieferant bereit und in der Lage, Rücksendungen durch die Endkunden des DropShipping-Händlers anzunehmen? Wer ist im Falle von Reklamationen und Beschwerden zuständig und wer trägt die Kosten für das Porto der Rücksendungen und eventuelle Ersatzlieferungen? Die Ergebnisse solcher Vereinbarungen müssen schriftlich festgehalten werden, damit der DropShipping Händler bei späteren Konflikten hierauf verweisen kann.
 

DropShipping für Einsteiger: Gute Chancen aber kein Freifahrtschein ins Glück

Wir haben bisher gesehen, dass die Gründung eines Internet-Handelsunternehmens wesentlich leichter realisierbar ist, wenn sich der Unternehmer für ein DropShipping-Modell entscheidet. Ein niedriger Kapitalbedarf und reduzierte monatliche Kosten senken die Einstiegsbarriere und erhöhen die Überlebenschancen am Markt. Angehende Unternehmer müssen allerdings berücksichtigten, dass auch eine Gründung im Bereich DropShipping keine Garantie auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf darstellt. Der Unternehmer ist hier zwar von vielen Verpflichtungen befreit, die seine konventionell arbeitenden Mitbewerber nicht selten in die Knie zwingen. Allerdings muss er die freien Ressourcen konsequent nutzen, um sein Sortiment auf einem aktuellen Stand zu halten, seinen Shop bekannt zu machen und einen tadellosen Kundenservice für seine Besucher und Besteller bieten.

Bei allen deutlichen Vorteilen kann sich für DropShipping-Händler in Bezug auf ihre Einkaufspreise ein Nachteil ergeben. Klassisch arbeitende Händler kaufen bei ihren Lieferanten meist größere Stückzahlen von Produkten im Vorfeld ein und erhalten hierfür teilweise hohe Rabatte. DropShipping-Händler können ihren Lieferanten bei der Einstellung von Produkten noch keine Angaben über die künftigen Verkaufszahlen machen und müssen sich von daher meist mit dem Basispreis eines Produktes begnügen. Wichtig ist, dass sich DropShipping-Händler vor diesem Hintergrund nicht für ein zu hohes Verkaufspreisniveau entscheiden. Die Internet-Märkte zeichnen sich vor allem durch ihre Preistransparenz aus. Für den Verbraucher ist ein günstigeres Angebot meist nur einen Mausklick weit entfernt. DropShipping-Händler sollten bei der Festlegung ihrer Verkaufspreise immer beachten, dass sie ihren Mitbewerbern gegenüber in Bezug auf ihre festen Kosten und ihren Investitionsbedarf deutlich im Vorteil sind und sich vor diesem Hintergrund mit niedrigeren Gewinnspannen zufrieden geben. Darüber hinaus sollten die Einkaufspreise mit den angeschlossenen Lieferanten regelmäßig neu verhandelt werden. Denkbar sind hier Vereinbarungen, die bestimmte Rabatte auf der Basis von den Abnahmemengen innerhalb eines Monats, eines Quartals, eines Halbjahres oder eines Jahres gewähren.
 

Wertvolle Unterstützung bei den ersten Schritten angehender DropShipper

Angehende DropShipping-Händler sind in Bezug auf die Umsetzung ihrer Geschäftskonzepte auf möglichst weitreichende Hintergrundinformationen, Tipps und Ratschläge angewiesen. Das Portal DropShipping.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Gründer in diesem Bereich tatkräftig zu unterstützen. Der kostenlose Bereich der Plattform bietet zahlreiche Artikel mit Hinweisen über den Handel per DropShipping, aktuelle News aus dem E-Commerce und einen Gratis Ratgeber mit allen wesentlichen Informationen über den direkten Handel per Internet. Im kostenpflichtigen Teil entdecken registrierte Mitglieder darüber hinaus Deutschlands größte Datenbank für DropShipping Lieferanten. Mehr als 400 qualifizierte Importeure, Großhändler und Hersteller werden hier in ausführlichen Portraits vorgestellt und bieten gemeinsam den Zugang zu über 2 Mio. Produkten, die in die Sortimente von DropShipping-Händlern aufgenommen werden können.
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