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Grundlagen des Handels: Lieferantenmanagement und Einkauf

© b2blog.de | veröffentlicht: Freitag, 17. Februar 2017

Einer der Gründe, warum der Online-Handel für erste Gehversuche in Richtung beruflicher Selbstständigkeit so beliebt ist, besteht darin, dass diese Branche fast keine Einstiegsbarrieren kennt.

Der einfache Zugang darf dabei aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es eine ganze Reihe von Herausforderungen zu meistern gilt, die nicht unterschätzt werden dürfen. Ein gutes Beispiel hierfür ist alles, was mit dem Einkauf zu tun hat. Denn hier ist das Risiko besonders groß, dass man als frisch gebackener Unternehmer davon ausgeht, diese Disziplin von vornherein zu beherrschen, während in Wirklichkeit das pure Gegenteil der Fall ist. 

 

 

Professioneller Einkauf: Neuland für Gründer und Jungunternehmer


In jedem größeren Unternehmen gibt es eine professionelle Abteilung für Einkauf und Lieferantenmanagement. Dies spiegelt deutlich wieder, dass es sich beim Beschaffungsmanagement um einen sehr anspruchsvollen Bereich handelt. Der Einkauf entscheidet in erheblicher Weise über den Erfolg eines Unternehmens. Und es ist alles andere als einfach, hier erfolgreich zu sein. Einkaufen bedeutet viel mehr, als ein paar Produkte auszuwählen und zu versuchen, diese möglichst günstig zu beschaffen. Der erfolgreiche Einkauf bedingt mindestens den Aufbau von stabilen und verlässlichen Strukturen und Kontakten, eine intensive Auseinandersetzung mit allen relevanten Produktbereichen sowie ein ausgeprägtes Geschick in Sachen Gesprächsführung und Verhandlung.

Für viele Gründer und frisch gebackene Unternehmer ist Einkaufen im eigenen Betrieb ein dramatisch unterschätzter Bereich. Fast niemandem ist von vornherein klar, dass die Auswahl der Produkte und die Konditionen, zu denen diese bezogen werden, zu den beiden wichtigsten Erfolgsfaktoren im E-Commerce überhaupt gehören. Die Waren im Sortiment entscheiden darüber, ob der noch fremde Besucher unserer Seiten den Shop für attraktiv oder für uninteressant hält. Hier wird unter anderem die Entscheidung darüber getroffen, ob wir überhaupt potenzielle Kunden anziehen können. Die konkreten Einkaufskonditionen wiederum bestimmen auf der einen Seite unsere Verkaufspreise und auf der anderen Seite unserer Gewinn. Liegen wir mit unseren Preisen durch schlechte Beschaffungsbedingungen zu hoch, dann wird es nicht leicht werden, genügend Kunden zum Kauf zu bewegen. Und ist der Gewinn pro verkauftem Artikel zu gering, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis unserem frisch gegründeten Unternehmen der wirtschaftliche Atem ausgeht und wir unsere Tore wieder schließen müssen.

 

Die Kommunikation unter Geschäftsleuten


Ein oft unterschätzter Teilbereich in Sachen Einkaufsmanagement ist dabei übrigens die Kommunikation unter Geschäftsleuten. Wer als Einsteiger und mehr oder weniger von außen erstmals ins Business einsteigt, dem fehlt es oft an Kenntnissen und Erfahrungen in Bezug auf die besonderen Regeln und Gepflogenheiten, die innerhalb der Kommunikation zwischen Geschäftsleuten gelten. Schnell kann es hier passieren, dass man durch Verstöße gegen den ungeschriebenen Kodex unfreiwillig zu erkennen gibt, dass man nicht wirklich dazugehört. In der Folge kann es dann leicht passieren, dass man auf Ablehnung anstelle von Entgegenkommen stößt und große Schwierigkeiten dabei hat, seine Interessen als Unternehmer durchzusetzen.

Nun gibt es leider keinen Crash-Kurs in Sachen professioneller Kommunikation, den man absolvieren kann, um danach mit allen Regeln und Gewohnheiten vertraut zu sein. Allerdings gibt es den ein oder anderen Hinweis, den zu befolgen es sich tatsächlich lohnt. Außerdem ist es mehr als interessant, zu erfahren, wo und wie sich Geschäftsleute untereinander eigentlich kennenlernen. Hier landet man spätestens bei der wichtigen Bedeutung von professionellen Business-Netzwerken. Die aktuelle Ausgabe von INTERNETHANDEL (Nr. 160, Februar 2017) beschäftigt sich konzentriert mit den Themen Lieferantenmanagement und Einkauf für Online-Händler und hat eines der vielen interessanten Kapitel auch dem Thema Kommunikation zwischen Geschäftsleuten gewidmet. Hier erfährt der Leser auf Anhieb, welche einfachen Regeln er einhalten sollte, um sein Gegenüber nicht von Anfang an mit der Nase darauf zu stoßen, dass er bislang noch ein Neuling in der Branche ist. Auch wenn es viele Jahre Erfahrung erfordert, alle Finessen der Kommunikation im Business kennenzulernen und zu beherrschen, dann bietet INTERNETHANDEL doch einen Einstieg in die Materie, der ohne Zweifel sehr hilfreich ist.

 

Einkaufen will gelernt sein


Mit dem Bereich der Kommunikation gibt sich das bekannte Magazin allerdings keineswegs zufrieden. Der thematische Fokus wurde hier weitaus breiter gesetzt und umfasst einen Bereich, der beinahe schon das Volumen der Ausgabe sprengt. Der Reihe nach wird hier nämlich unter anderem vermittelt, wie man für bestimmte Produkte die besten Lieferanten ausfindig macht, wie man das eigene Sortiment optimal konzipiert und optimiert und wie es gelingt, in harten Verhandlungen mit den Lieferanten an Konditionen zu gelangen, die wirklich günstig und vorteilhaft sind. Schon bei der Lektüre spürt man, dass hier nicht nur beiläufig über ein wichtiges Thema geredet wird, sondern dass es in diesem Bereich ganz konkret etwas zu lernen gibt. Die einzelnen Kapitel ähneln dabei gut konzipierten Lektionen, die dazu einladen, der Reihe nach durchgearbeitet zu werden. Dabei sorgen viele Profitipps direkt aus der Praxis dafür, dass man keine Probleme damit hat, das Erlernte sofort im eigenen Unternehmen anzuwenden.

Über die reine Organisation des Einkaufs hinaus kommt INTERNETHANDEL in der aktuellen Ausgabe (Nr. 160, Februar 2017) übrigens auch noch auf die Themen Lagerung und Logistik zu sprechen. Hierbei werden sowohl handfeste Hinweise für die Darstellung dieser Bereiche in Eigenregie vermittelt als auch interessante Alternativen zum Selbermachen vorgestellt. Wer es mit dem Online-Handel wirklich ernst meint und in diesem Bereich seine berufliche Zukunft sieht, der sollte sich die wertvolle Lektüre auf keinen Fall entgehen lassen.
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