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Strafen für Influencer - Diese Sanktionen drohen der Social-Media-Prominenz!

© b2blog.de | veröffentlicht: Freitag, 25. Mai 2018

Während es früher ausreichte, die Vorteile eines Produktes zu bewerben, werden heute in der Werbung viele Markenbotschafter eingesetzt. In Zeiten der sozialen Netzwerke handelt es sich hierbei häufig um sogenannte „Influencer“. Was unter diesem Begriff zu verstehen ist und was ein Influencer bei der Werbung beachten muss, klärt der Berufsverband der Rechtsjournalisten auf seinem kostenlosen Ratgeberportal. - Isabel Frankenberg

Der Begriff des Influencers entstand mit aufkommender Bedeutung der sozialen Netzwerke und lässt sich seit dem Jahr 2007 vermehrt im Bereich „Werbung“ wiederfinden. Die Bedeutung geht auf das englische Verb „to influence“ zurück und heißt so viel wie „beeinflussen“. Demnach sind Influencer Personen, meist Prominente, Sportler, Schauspieler, Blogger oder YouTuber, die aufgrund ihres Handelns andere in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen.

Influencer teilen ihr Privatleben über Twitter, Facebook und Co. und wirken deshalb authentisch und glaubwürdig, also wie Stars zum Anfassen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Anzahl an Followern und eine damit verbundene große Reichweite aus. Dadurch haben Influencer die Möglichkeit, Produkte an eine breite Masse zu verbreiten.

Dieses Potential haben mittlerweile auch viele Unternehmen und Marken erkannt, welche die Influencer gezielt dafür bezahlen, dass diese ihre Produkte über die sozialen Netzwerke bewerben. Diese Art der Werbung wird heutzutage als sogenanntes „Influencer-Marketing“ bezeichnet und gilt als Marketingmethode der Zukunft. Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad eines Produktes zu steigern und den Verkauf anzukurbeln.

Da es sich auch beim Influencer-Marketing um Werbung handelt, muss hierbei einiges beachtet werden. Die durch die Unternehmen gesponserten Beiträge müssen klar als solche erkennbar sein. Andernfalls handelt es sich um eine Verschleierung der Werbung, also um Schleichwebung. Diese ist laut konkreten Vorschriften, wie dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und dem Telemediengesetz (TMG), in Deutschland verboten und hat hohe Strafen zur Folge.

Wer Werbeanzeigen nicht als solche kennzeichnet, muss eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Euro zahlen. Gleiches gilt für eine fehlende Rundfunklizenz. Zudem können andere Wettbewerber in einem solchen Fall weitere Ansprüche geltend machen, wie den auf Unterlassung, Auskunft oder Schadensersatz.

Noch höhere Konsequenzen hat ein Verstoß gegen das Kunsturheberrecht. Darauf folgt eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Auf fünf Jahre erhöht sich die Freiheitsstrafe unter Umständen, wenn es sich um eine gewerbliche Urheberrechtsverletzung handelt.

Neben den allgemeinen Vorschriften zur Werbung sollten die Influencer und die Unternehmen jedoch auch die Regelungen und Nutzungsbedingungen der jeweiligen Plattform beachten. Bei Verstößen gegen diese, kann der Betreiber eine Schließung des Kontos veranlassen.

Weitere Informationen zum Thema „Strafen für Influencer“ finden Sie hier.


Über den Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.

Der BvdR. E.V.  ist der Zusammenschluss von Rechtsjournalisten und Rechtsanwälten aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu verschiedensten Themen auf den Portalen arbeitsvertrag.org, scheidung.org, abmahnung.org und rechtsanwaltfachangestellte.org veröffentlichen.
Der Verband wurde im August 2015 von dem Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin ins Leben gerufen.  Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche relevanten Rechtsbereiche in Deutschland informieren können. Zudem wird ein deutschlandweites Anwaltsverzeichnis aufgebaut und gepflegt. Der Verband sieht sich an dieser Stelle ausschließlich als Informationsplattform und bietet daher keine Rechtsberatung an.

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