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Big Data-Mythen: Häufige Fehleinschätzungen die Unternehmen Millionen kosten können!

© b2blog.de | veröffentlicht: Mittwoch, 3. Juli 2019

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung spielt der Begriff „Big Data“ eine fundamentale Rolle. So ist die Verarbeitung großer Datenmengen ein wichtiger Faktor für die Industrie von Morgen. Da die Wortschöpfung Big Data ebenfalls als Sammelbegriff und Schlagwort genutzt wird, ranken sich mittlerweile zahlreiche Mythen um diesen Begriff. Viele dieser Mythen sorgen nicht selten für fehlerhafte Einschätzungen, die Unternehmen teuer zu stehen kommen können.

Big Data: Was heißt das eigentlich genau?

Unter Big Data werden im ursprünglichen Sinn Datenmengen zusammengefasst, die in ihrer Gesamtheit zu groß bzw. komplex sind, um sie mit konventionellen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. Neben der eigentlichen Bedeutung werden heute ebenfalls neue Technologien zur Verarbeitung von großen Datenmassen mit dem Begriff Big Data verknüpft. Weiterhin steht die Wortschöpfung stellvertretend für den gesellschaftlichen Umbruch, der mit der Digitalisierung einhergeht. So sind es nämlich in erster Linie große sowie komplexe Daten, welche die digitale Steuerung von Prozessen überhaupt erst möglich machen. Das "Big" in Big Datei steht dabei nicht nur für das reine Volumen der Daten, sondern ebenfalls für die Bandbreite und Verarbeitungsgeschwindigkeit. In der Praxis müssen nicht nur große Datenmengen aus verschiedenen Typen analysiert werden, sondern die Verarbeitung muss ebenfalls in einem sinnvollen Zeitrahmen möglich sein.

Warum wird Big Data für Unternehmen immer interessanter?

Im wirtschaftlichen Kontext kommt Big Data eine fundamentale Rolle im Hinblick auf die Zukunft zu. So gilt die Verarbeitung von großen Datenmengen als wichtiger Schlüssel für den Erhalt der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit. Wer große Massendaten schnell analysiert, kann zum Beispiel eine effizientere Marktforschung betreiben. Weiterhin lassen sich mit der Hilfe von Big Data zahlreiche Prozesse im Unternehmen automatisieren. In der Folge lässt sich der Absatz deutlich steigern, während gleichzeitig die Kosten sinken. Auch das Direktmarketing und das Upselling im stationären Vertrieb lassen sich durch die Verarbeitung großer Datenmengen entscheidend optimieren.

Die größten Mythen im Zusammenhang mit Big Data im Überblick


Mythos 1: Mehr Daten gleich mehr Erfolg

Die Annahme, dass die Menge der Daten mit dem Wert korreliert, zeigt sich in der Praxis als Fehleinschätzung. So kommt eine Studie zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte aller gespeicherten Daten von Organisationen einen unbekannten Wert aufweisen. Ein Drittel aller Daten ist hingegen obsolet und weist im Prinzip überhaupt keinen Wert auf. Wirklich geschäftskritisch sind hingegen nur 15 Prozent der gespeicherten Daten.

Mythos 2: Big Data eignet sich nur für das Kundenmanagement

Große Datenmengen zu verarbeiten ist vor allem beim Management von Kundenbeziehungen äußerst nützlich. Da sich Big-Data-Anwendungen bei vielen Unternehmen vornehmlich auf diese Aufgabe beschränken, sind einige Betriebe der Meinung, dass Big Data nur für bestimmte Branchen geeignet ist. Auch hierbei handelt es sich um einen Trugschluss, da Big Data im Prinzip sämtliche Prozesse innerhalb eines Unternehmens verbessern soll.

Mythos 3: Der kostenlose Cloud-Speicher

Statt auf eine Datennutzung und effektive Datensicherung auf lokalen Speichermedien vertrauen immer mehr Unternehmen heute auf den kostengünstigen Cloud-Speicher. Wer jedoch meint, dass der Cloud-Speicher dabei kostenlos ist, der irrt. So entstehen beim Speichern in der Cloud von Anfang an Migrationsaufwände. Weiterhin kann ebenfalls die Rückübertragung von großen Datenmengen im Nachhinein einen hohen Aufwand erzeugen.

Mythos 4: Die eigenen Daten sind sicher

In Bezug auf digitale Daten wiegen sich viele Unternehmen in trügerischer Sicherheit und bereitet sich nicht auf potenzielle Datenpannen vor. Einer Studie zur Folge verfügen knapp 42 Prozent der befragten Unternehmen über keinen Notfallplan für eine solche Panne. Vor allem in Zeiten wachsender Cyberkriminalität und Industriespionage kann ein Ernstfall ohne Notfallstrategie jedoch zu gravierenden Schäden in der Unternehmensstruktur führen.

Fazit

Wie sich zeigt, existieren aufgrund der schwammigen Natur des Begriffs Big Data zahlreiche, weitverbreitete Mythen. Wer hier nicht aufpasst und einer der populären Fehleinschätzungen folgt, sieht sich nicht selten mit horrenden Kosten konfrontiert. Aus diesem Grund sollten Unternehmen beim Thema Big Data unbedingt auf Prävention setzen.