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In 6 Schritten zum DropShipper - Teil 4: Staatliche Förderung und Behördengänge

© b2blog.de | veröffentlicht: Freitag, 16. März 2012

Im dritten Teil unserer sechsteiligen Serie zum Thema DropShipping haben wir Ihnen erklärt, wie wichtig die Nutzung möglichst vieler Vertriebskanäle für den Erfolg eines neu gegründeten Online-Handels ist. Wir haben Ihnen die Möglichkeiten der Produktplatzierung auf eBay und Amazon vorgestellt, über Preissuchmaschinen, Web-Kataloge und Online-Verzeichnisse berichtet und erklärt, wie man soziale Netze nutzen kann, um schon in der Startphase der Selbständigkeit viele potenzielle Kunden anzusprechen. Diesmal klären wir über staatliche Förderungsmöglichkeiten für junge Gründer und angehende Unternehmer auf und sagen Ihnen, mit welchen Ämtern und Behörden Sie es als angehender DropShipper zu tun haben.


Als DropShipping Händler benötigen Sie wesentlich weniger Startkapital als diejenigen Online-Händler, die ihre Waren im Vorfeld einkaufen, ein Lager führen und Logistikpersonal beschäftigen. Ganz ohne Geldmittel funktioniert aber selbst eine Gründung in diesem Handelsbereich nicht. Neben Anschaffungen im Bereich Büroausstattung, eventuellen Umbauten für das Heimbüro oder Kosten für die Geschäftsausstattung müssen frisch gebackene Unternehmer auch für ihren Lebensunterhalt während der Startphase sorgen. Diese Kosten werden häufig unterschätzt. Dabei fällt bei einer hauptberuflichen Selbständigkeit die vorherige Haupteinnahmequelle weg, während das neue Unternehmen seine ersten Gewinne meist erst nach einigen Monaten abwirft. Wenn die eigenen Mittel nicht reichen, um die Gründungsphase zu überstehen, sollte man sich mit staatlichen Förderungsmöglichkeiten beschäftigen. Der Staat unterhält verschiedene Programme zur Unterstützung der Gründungsszene. Besonders interessant sind diese, wenn der Gründer zum Zeitpunkt der Eröffnung seines eigenen Unternehmens einen Anspruch auf ALG I hat. In diesem Fall kann er nämlich den sogenannten Gründungszuschuss beantragen, der sich, je nach persönlicher Situation, auf bis zu 23.800 Euro nicht rückzahlbare Fördermittel und Zuschüsse belaufen kann. Wichtig hierbei: Zum Zeitpunkt der Beantragung staatlicher Zuschüsse darf die eigentliche Gründung noch nicht erfolgt sein. Man sollte sich insofern also deutlich im Vorfeld über individuelle Fördermöglichkeiten informieren.

Viele junge Gründer und angehende Unternehmer stellen sich die bürokratischen Anforderungen an eine Unternehmenseröffnung weitaus komplizierter vor, als sie in Wirklichkeit sind. Im Prinzip ist für den Start einer selbständigen Existenz im Online-Handel lediglich eine Gewerbeanmeldung erforderlich. Die zuständige Behörde stellt gegen Gebühren zwischen 15,00 und 30,00 Euro einen Gewerbeschein aus. Dieser bildet die formale Voraussetzung für die Aufnahme der Händlerselbständigkeit mit DropShipping in Deutschland. Das Gewerbeamt will dabei von Ihnen wissen, ob Sie die Tätigkeit im Haupt- oder im Nebenberuf ausüben werden. Die Gewerbeanmeldung löst automatisch eine Kontrollmeldung an das Finanzamt aus. Dieses wird sich dann innerhalb weniger Tage oder Wochen mit einem Fragebogen an Sie wenden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten Sie einen erfahrenen Steuerberater an Ihrer Seite haben, der Sie bei den Gründungsformalitäten, den Erklärungen gegenüber der Finanzbehörde und im Hinblick auf alle steuerlichen Fragen kompetent begleitet. Im Idealfall beziehen Sie einen Steuerberater bereits in der frühen Planungsphase in Ihr Gründungsvorhaben ein. Achten Sie bei der Auswahl eines Beraters darauf, dass bereits Erfahrungen im Bereich Online-Handel bestehen. Im alltäglichen Tagesgeschäft fällt die Kommunikation mit einem Steuerbüro deutlich leichter, das sich bereits gut mit Unternehmen im Bereich E-Commerce auskennt. In Bezug auf eine rechtssichere Gestaltung Ihres Shops sollten Sie darüber hinaus in Erwägung ziehen, einen erfahrenen IT-Rechtler einzubeziehen. Ein entsprechend spezialisierter Fachanwalt kann Sie in Bezug auf Rechts- und Verbrauchertexte in Ihrem Shop beraten und Ihnen erklären, ob im Umgang mit Ihren Produkten besondere rechtliche Regelungen oder Bestimmungen gelten.

Im nächsten Teil unserer DropShipping Serie werden wir uns mit dem optimalen Shopsystem für Online-Händler beschäftigen und Ihnen erklären, worauf Sie bei der Auswahl und der Beurteilung verschiedener Systemlösungen besonders achten sollten.


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