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Führungskräfte von heute – Was einen modernen Führungsstil ausmacht

© b2blog.de | veröffentlicht: Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Gesellschaft unterliegt Veränderung und diese schlägt sich auch auf das Verhalten von Führungskräften durch. Während in der Vergangenheit Führung in erster Linie durch Stärke und Autorität ausgeübt wurde, hat sich in den letzten Jahren dieses Bild immer mehr gewandelt. Unternehmen wie Führungskräfte sind heute mehr denn je auf verantwortliche Mitarbeiter angewiesen, die eigene Ideen entwickeln und bei ihrer Arbeit Zufriedenheit empfinden. Mitarbeiter schöpfen aus dieser Zufriedenheit einen eigenen Antrieb. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer intrinsischen Motivation. Die Erkenntnis, dass die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters stark durch die ihm entgegengebrachte Aufmerksamkeit geprägt wird, ist grundsätzlich nicht neu und wurde bereits in den 1940er Jahren durch den deutsch-amerikanischen Psychologen Kurt Lewin beobachtet.

Die verschiedenen Führungsstile im Überblick

Unterschieden wird heute klassisch nach drei unterschiedlichen Führungsstilen, dem autokratischen, dem patriarchischen und dem kooperativen. Während beim erstgenannten der Vorgesetzte uneingeschränkte Macht auf seine Mitarbeiter ausübt, wechselt der patriarchische Stil zwischen väterliche Fürsorge und autoritärem Verhalten. Nur beim dritten Führungsstil arbeiten Mitarbeiter und Führungskraft auf Augenhöhe. Ein kooperativer Führungsstil zeichnet sich in erster Linie damit aus, dass ausdrücklich die Initiative von Mitarbeitern gewünscht wird. Diese bringen ihre eigenen Ideen im Zusammenspiel mit der Führungskraft ein. Der Output wird aber nicht demokratisch festgelegt, vielmehr wird im kooperativen Führungsstil die Führungskraft immer noch die Entscheidung treffen. Wichtig ist aber, dass sie ihre Entscheidung gegenüber den Mitarbeitern argumentativ vertritt.

Moderne kooperative Führung – So sieht sie aus

Ein wichtiges Merkmal ist die Bereitschaft Betroffene zu Beteiligten zu machen. Die Führungskraft bindet die Mitarbeiter in die sie betreffenden Aufgaben und Veränderungen von Anfang an mit ein. Der Mitarbeiter fühlt sich ernst genommen und erkennt die sich für ihn aus diesem Veränderungsprozess ergebenden Chancen.

Nicht minder wichtig bei einem guten Führungsstil ist die Form der Kommunikation. Eine gute Führungskraft wird dabei niemals wichtige Entscheidungen in Form einer unkommentierten E-Mail verkünden. Vielmehr ist hierzu das direkte Gespräch mit den Betroffenen zu suchen und ihnen die Entscheidungen persönlich mitzuteilen. Dabei ist ein adäquates Gesprächsklima zu schaffen. Dazu gehört bspw. die Umleitung des Telefons und eine störungsfreie Gesprächsatmosphäre, die möglichst auf Augenhöhe stattfinden sollte. Wer als Führungskraft das Gespräch von seinem Schreibtisch aus frontal gegen den Betroffenen führt, schafft dabei nur die alte Hierarchie.

Die Bedeutung von Change-Management für Führungspositionen

Insbesondere bei Veränderungen in Unternehmen, etwa bei Umstrukturierungen, Mitarbeiterentlassungen oder Führungswechsel spielt immer auch die Frage nach einem Change-Management eine wichtige Rolle. Die Aufgabe eines Change-Managements ist es dabei, die Mitarbeiter im Sinne eines kooperativen Führungsstils mit der Veränderung vertraut zu machen. Basierend auf der Erkenntnis, dass die Aufmerksamkeit für den Mitarbeiter diesen stärker beeinflusst als die Änderung von Arbeitsbedingungen an sich, steht beim Change-Management auch der Mitarbeiter im Mittelpunkt.

In der Praxis zeigt sich aber immer wieder, dass ein solcher Veränderungsprozess eine enorme Zerreißprobe für die Führungskraft darstellt. Sie muss dabei gegen etablierte und eingefahrene Mechanismen aufseiten der Organisation kämpfen, gleichzeitig ist aber auch sie vom Veränderungsprozess unmittelbar betroffen. Die tatsächlich größte Herausforderung ist dabei die Veränderungsbereitschaft zunächst in Gang zu setzen. Dabei soll aus dem Bewusstsein der Betroffenen heraus selber die Frage aufgeworfen werden, ob das bisherige Verhalten noch den Erwartungen entspricht. Wird dieser initiale Schritt durch die Führungskraft nicht hinreichend in die Organisation getragen, kann der gesamte Folgeprozess erheblich gestört werden.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich die im Vorfeld eine Change-Management-Seminar. Führungskräften wird dabei der Prozess verdeutlicht und gezeigt, wie ein erfolgreicher Weg möglich ist. Mit einem solchen Seminar erfolgt aber auch die Mitnahme der Führungskraft in den Change-Management-Prozess, da sie selbst auch Teil der Veränderung ist. Ein moderner Führungsstil ist somit auch geprägt von der Mitnahme der einzelnen Führungskraft in der Veränderung.