Powered by Blogger.
Home » , » Krisen meistern: 3 Dinge, die Gründer jetzt umsetzen sollten

Krisen meistern: 3 Dinge, die Gründer jetzt umsetzen sollten

© b2blog.de | veröffentlicht: Freitag, 3. April 2020

Die Wirtschaftskraft schwankt und die Prognosen sind so unsicher wie selten zuvor. In Deutschland scheint gerade niemand wirklich zu wissen, wo es mit der Wirtschaft hingeht. Das stellt Gründer vor die Herausforderung, gleichzeitig Unternehmenswachstum umzusetzen und sich für die Krise zu wappnen.


Die Zeichen stehen auf stürmischer Unsicherheit. Die nächste (Welt-) Wirtschaftskrise wird an jeder Ecke angekündigt - dann wieder nicht - und dann doch. Eines scheint klar: ein Boom steht nicht bevor. Doch wie mit einer Rezession oder Krise als Gründer umgehen? In der Gründungsphase auf eine Krise zu reagieren kann zu einer enormen Herausforderung werden und sogar das Ende des Unternehmens bedeutet, bevor es richtig durchgestartet ist.

Der Umgang mit Konjunkturschwankungen ist besonders für Start ups, Selbständige und junge Unternehmen von Bedeutung, da sie sich nicht auf große Rücklagen und eine bedeutende Marktstellung verlassen können, die es ihnen erlaubt, die Krise “auszusitzen” oder einfach mal keine üppigen Boni am Jahresende auszubezahlen. Im Gegenteil: der aktive Umgang mit der Krise ist gefordert und der Irrglaube, einer Krise hilflos ausgeliefert zu sein, muss über Bord geworfen werden. Langfristig erfolgreiche Unternehmer, die ein Unternehmen aufgebaut haben, das für sie arbeitet anstatt andersherum, wissen Krisenzeiten für sich zu nutzen. Hier 3 Tipps, wie auch du sicher durch die Krise kommst und sie für dich zu nutzen lernst:

1. Mindset

Krisen beginnen im Kopf. Das wichtigste was du begreifen musst, um eine Krise zu meistern ist, dass sie von deiner Einstellung zu ihr abhängt. Das Wort ‘Krise’ bedeutet ursprünglich nicht Panik, sondern Entscheidung. Das heißt, es liegt an dir, ob diese Entscheidungssituation dein Untergang oder deine Chance ist.
Nutze die Krise also, um voranzukommen. Während der Rest der Welt in Panik verfällt, erkennst du die Chancen, die sie bietet. Die Gelegenheit ist perfekt, um deine genaue Situation, deinen USP und deine Mitarbeiter zu analysieren.
Erstelle dir ein Board mit allen Möglichkeiten, Stellschrauben und Perspektiven, die sich dir bieten. Alles, was unmittelbar zum Erfolg deines Unternehmens beiträgt, kommt in die Alpha-Kategorie. In die Beta-Kategorie kommt alles, was wichtig ist, aber auch ein paar Monate in der Schublade liegen bleiben kann. Die Gamma-Kategorie beinhaltet alles, was dir und deinem Team Freude bereitet, euch langfristig nach vorne bringt aber nicht direkt mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung zu tun hat. Diese Klarheit ermöglicht es dir in einer Krise schnell die notwendigen Entscheidungen zu treffen, strategisch zu planen und deine nächsten Schritte zu priorisieren.
 

2. Erschließe neue Vertriebswege

Du suchst schon lange nach einem Grund neue Vertriebswege zu testen? Hier ist er. In der Krise gilt ganz besonders: verkaufen, verkaufen, verkaufen. In der Zeit, wo deine (potenziellen) Kunden ihr Geld besonders eng beisammen halten, musst du mehr leisten, um sie von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung zu überzeugen. Insbesondere dann, wenn du ein neuartiges Produkt auf den Markt bringst und du deine Existenz und den Mehrwert erst noch kommunizieren musst. Wie könnte das effektiver klappen, als über neue Vertriebswege?!
Verlasse gewohnte Bahnen und teste neue Kanäle um zu verkaufen. Wechsle dafür beispielsweise von der Plakatwand zum Brief oder von den Google Ads zu LinkedIn. Das wichtigste hier: auffallen. Nie ist es wichtiger sich von der Masse abzuheben als während einer Krise. Stelle heraus, was dich gerade jetzt unersetzlich macht und du deinen Kunden voran bringst. So kann dir die Krise nichts anhaben.

3. Prozesse stabilisieren und automatisieren

Die wenigsten Unternehmen sind tatsächlich so aufgebaut, dass sie für den Unternehmer arbeiten, anstatt andersherum. In einer Krise kann das den Genickbruch für den Gründer bedeuten.
Warum? Weil Mitarbeiter in einer Krise kurzfristig kommen und gehen. Hängen die einzelnen Arbeitsschritte dann an einer einzelnen Person, oder noch schlimmer, am Unternehmer selbst, geht es nur noch abwärts. Die Prozesse müssen stabil und automatisiert sein, damit du nicht auf den einzelnen Mitarbeiter angewiesen bist und gleichzeitig nicht selbst operativ tätig werden musst. In einer stürmischen Zeit ist es das wichtigste, dass der Kapitän an Deck die Situation unter Kontrolle behält. Es gibt keinen wichtigeren Zeitpunkt als eine Krise, um als Unternehmer den strategischen Überblick zu behalten.
Dies ist der perfekte Zeitpunkt, um die Standardisierung und Automatisierung deiner Abläufe vorzunehmen. Schärfe deinen Blick für die wiederkehrenden Arbeitsschritte und systematisiere sie. Entwerfe einen multiplizierbaren Onboardingprozess, sodass neue Mitarbeiter sofort produktiv sein können - von Tag eins an. In einer Krise gibt es schließlich keine Zeit zu verlieren.

Wenn du diese drei Punkte umsetzt und lebst, läuft der Umgang mit der Krise einfach von der Hand und du wirst sehen, dass es nicht nur dein Unternehmen nach innen stärkt, sondern auch nach außen. Andere Unternehmer und Investoren sehen deinen Erfolg und wissen zu schätzen, dass eine Chance erkannt und genutzt wird, insbesondere dann, wenn sie nicht offensichtlich auf der Hand liegt. Das ist deine Chance, die Krise für dich zu nutzen und dein Unternehmen trotz Rezession nach vorne zu bringen. Ergreife sie!